Maschinenbauer VAKOMA ist gerettet

| Der Maschinenbauer VAKOMA Production GmbH mit Sitz in Magdeburg hat wieder eine Zukunft: Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas F. Flöther, Partner der bundesweit tätigen Kanzlei Flöther & Wissing, hat den Geschäftsbetrieb des Unternehmens an einen Investor verkauft. Die Arbeitsplätze bleiben erhalten.
 
„Der Verkauf bietet nicht nur VAKOMA, sondern auch seinen Mitarbeitern wieder eine Perspektive“, betonte Flöther. „Der Erhalt des Standortes und der Arbeitsplätze war uns ein großes Anliegen im Insolvenzverfahren.“ Erwerber ist der Unternehmer Dr. Jamshid Yektai, der vor einiger Zeit bereits den Geschäftsbetrieb der ebenfalls in Sachsen-Anhalt gelegenen AD Steel Forge erworben hatte. Die Gläubiger haben dem Verkauf zugestimmt. Der Geschäftsübergang fand bereits am 1. Oktober statt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

„Der Investor hat bereits Erfahrung mit der Sanierung von Unternehmen in der Branche“, so Flöther. „Sein Konzept hat die Gläubiger überzeugt.“ Der Insolvenzverwalter hatte den Maschinenbauer seit dem Insolvenzantrag Ende März vollumfänglich fortgeführt und mit Hochdruck nach Investoren gesucht. Parallel hatte er erste Sanierungsmaßnahmen eingeleitet. „Der erfolgreiche Abschluss der Investorenverhandlungen zeigt, dass sich der große Einsatz der Mitarbeiter und unser Sanierungskurs in den letzten Wochen ausgezahlt haben“, so Flöther. Der Insolvenzverwalter dankte besonders dem Geschäftsführer Gerhard Krossing für die aktive Unterstützung bei der Sanierung und der Unternehmensberatung hww hermann wienberg wilhelm für die Leitung der Verhandlungen mit dem Investor.

Die VAKOMA Production GmbH wurde im Jahr 2012 gegründet; die Unternehmensgeschichte am Standort Magdeburg reicht aber zurück bis ins 19. Jahrhundert. Das Unternehmen beschäftigt sich vor allem mit der Entwicklung und Produktion von Antriebstechnik, z.B. für schwere Mühlen- und Ofenantriebe oder Turbogetriebe. 90 Prozent seiner Umsätze erwirtschaftet VAKOMA mit Exporten, insbesondere in osteuropäische Länder. Durch den Einbruch des Russlandgeschäfts infolge der Sanktionen und der Rubel-Abwertung hatte das Unternehmen drastische Umsatzrückgänge verzeichnen müssen und war infolgedessen in Zahlungsschwierigkeiten geraten.