Arche Noah hat wieder Auftrieb

| Halle - Für den Indoor-Spielplatz „Arche Noah“ ist Rettung in Sicht. Der Insolvenzverwalter hat eine finanzielle Lösung gefunden, der mittlerweile auch die Gläubiger zugestimmt haben.

Für den Indoor-Spielplatz „Arche Noah“ ist ein Ende des Insolvenzverfahrens ist in Sicht. Im Juni 2013 wurde bekannt, dass der Träger des Unternehmens zahlungsunfähig ist. Mit etwas Glück könne nun das Insolvenzverfahren schon Ende dieses Jahres beendet sein. Dies sagte Betreiber Heribert Pauk auf Nachfrage der MZ. Er ist sich sicher: „Die Zukunft der Arche Noah sieht gut aus.“

Laut Insolvenzverwalter Lucas Flöther habe man mit den drei Hauptgläubigern - der Stadt, der Volksbank Halle und der Investitionsbank Sachsen-Anhalt - eine schnelle Lösung gefunden: Der Geschäftsbetrieb wurde von Pauks insolventer „Spielpark GmbH & Co KG“ auf ein neues Unternehmen übertragen. Geschäftsführer sind seit Januar 2014 auch hier wieder Pauk und seine Frau. Das Vermögen der insolventen Firma werde an sie als Betreiber verpachtet. Flöther: „So kann das Angebot der Arche Noah aufrechterhalten werden, während wir einen neuen Investor suchen.“ Erste Gespräche mit potenziellen Geldgebern finden bereits statt.

Grund für die Zahlungsunfähigkeit war der teure Umzug von der Turnhalle am Robinienweg in die ehemalige Schule in der Zeitzer Straße vor zwei Jahren. Pauk hatte damals ein Darlehen in Höhe von 400.000 Euro aufgenommen, um Brandschutz-Auflagen zu erfüllen.

Die Besucherzahlen seien laut Pauk auch 2013 konstant geblieben - trotz der Nachricht von der Insolvenz. Unterstützung sei vor allem von Stammkunden gekommen. Zudem würden mittlerweile auch mehr Besucher von außerhalb kommen. So würden selbst Familien aus der Nähe von Leipzig lieber nach Halle als in die benachbarte Großstadt fahren.

Pauk führt dies darauf zurück, dass die Arche der größte Indoor-Spielplatz in Mitteldeutschland ist und seiner Ansicht nach auch die besten Attraktionen bietet: „Die Menschen nehmen dafür offensichtlich auch eine weite Anreise in Kauf und bleiben gerne länger hier.“ Besuchermagneten seien dabei vor allem der Indoor-Pool mit Wasserrolle, das Bungee-Trampolin und das im letzten Jahr fertiggestellte XXL-Bällebad.

Bereits geplante Neuerungen hatten sich allerdings durch die Insolvenz verzögert. So wird der Außenbereich wohl erst Ende des Jahres fertig gestellt. Hier sollen zwei Hüpfburgen und eine Rutsche entstehen. Hierbei müssten aber auch noch Fragen zum Schallschutz geklärt werden, um eine Baugenehmigung von der Stadt zu erhalten. Einen zusätzlichen Spieleraum habe man aber schon fertig stellen können: „Hier können die Kinder nun auf einer kleinen Eisenbahn umherfahren“, sagt Pauk.

Übergangsweise sind derzeit auch 180 Kinder aus der Kita „Wirbelwind“ im West-Flügel der Arche Noah untergebracht. Dieser Bereich des Gebäudes stand zuvor leer und wurde speziell für die Kita ausgebaut. Die bisherige Kindertagesstätte in der Gustav-Bachmann-Straße wird für 1,6 Millionen Euro über das Förderprogramm „Stark III“ saniert.