FTD Fahrzeugtechnik: Übergabe an Investor steht bevor

| Der Insolvenzverwalter der FTD Fahrzeugtechnik Bahnen Dessau GmbH“, Prof. Dr. Lucas F. Flöther, übergibt am kommenden Dienstag den Geschäftsbetrieb des Unternehmens an den neuen Eigentümer. Der Kaufvertrag wurde  quasi in letzter Minute genehmigt. Der Großteil der verbliebenen Arbeitsplätze bleibt dadurch erhalten.

Käufer des Geschäftsbetriebs ist die „Molinari Rail Systems GmbH“, ein chinesisch-schweizerisches Joint Venture mit Sitz in Berlin. Die Molinari Rail Systems GmbH will die Produktion am Standort in Dessau mit rund 50 Mitarbeitern fortsetzen. Der künftige Schwerpunkt des Geschäftsbetriebs liegt auf der Herstellung von Wagenkästen, Subsystemen und Komponenten für die Bahnindustrie sowie auf der Reparatur und Modernisierung von Schienenfahrzeugen. Der Kaufpreis wurde bereits gezahlt. Über dessen Höhe wurde Stillschweigen vereinbart. Die Gläubiger haben dem Verkauf bereits zugestimmt.

„Mit der Molinari Rail Systems GmbH haben wir den bestmöglichen Partner für die FTD Fahrzeugtechnik gefunden“, betonte Insolvenzverwalter Flöther. „Strategisch passen beide Unternehmen perfekt zusammen. Zudem verfügt der Investor über die notwendigen Mittel zur Neuaufstellung des Geschäftsbetriebs hier am Standort Dessau.“

Die Übergabe des Geschäftsbetriebs erfolgt am kommenden Dienstag, dem 1. November, im Rahmen einer feierlichen Zeremonie auf dem Werksgelände. Teilnehmen werden u.a. je ein Vertreter der chinesischen und der Schweizerischen Botschaft aus Berlin, außerdem Thomas Wünsch, Staatssekretär beim Wirtschaftsministeriums des Landes Sachsen Anhalt, sowie Peter Kuras, Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau.
 
Die Fahrzeugtechnik Bahnen Dessau GmbH ist 2012 aus der traditionsreichen und ebenfalls insolventen FTD Fahrzeugtechnik GmbH CTF hervorgegangen. Flöther hatte im Juni den rund 70 Mitarbeitern die Kündigung aussprechen müssen, weil ein kostendeckender Betrieb des Unternehmens über den 30. September 2016 hinaus nicht mehr möglich war. Trotzdem hatte Flöther die Investorengespräche fortgesetzt, um doch noch eine Zukunftslösung zu ermöglichen. Dies ist nun gelungen.