Insolvenz der Cement and Mining Processing (CMP) AG in Dessau-Roßlau – Geschäftsbetrieb wird fortgeführt – Hoffnung auf den Erhalt des international tätigen Unternehmens und der Arbeitsplätze

| Der Vorstand der Cement and Mining Processing (CMP) AG hat am 13. Februar 2012 beim Amtsgericht Dessau-Roßlau einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Mit Beschluss vom selben Tag hat das Amtsgericht Dessau-Roßlau Herrn Rechtsanwalt Prof. Dr. Lucas Flöther zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Die Cement and Mining Processing (CMP) AG übernahm zum 1. Oktober 2009 Teile des Geschäftsbetriebes der insolventen CEMAG-Gruppe. Seither erbringt die Schuldnerin an ihrem Geschäftssitz in Dessau-Roßlau, Alte Landebahn 15, sowie an einem Außenstandort in Hameln (Niedersachsen) im wesentlichen Planungs- und Beratungsleistungen insbesondere für die internationale Zementindustrie. Zuletzt betreute die Schuldnerin die Errichtung von Zementwerken im Iran und anderen Ländern des arabischen Raums. Der Geschäftsbetrieb wird trotz der Insolvenz uneingeschränkt fortgeführt.

Hintergrund der Insolvenzantragstellung waren gescheiterte Gespräche der Geschäftsleitung mit den Gläubigern, insbesondere der Investitionsbank des Landes Sachsen-Anhalt, und das Erfordernis der Restrukturierung des Unternehmens.

Unmittelbar nach seiner Bestellung zum vorläufigen Insolvenzverwalter ergriff der Fachanwalt für Insolvenzrecht Lucas Flöther erste Maßnahmen, welche die Fortführung des Geschäftsbetriebes sowie den Erhalt des Unternehmens und der mit den Standorten verbundenen Arbeitsplätze ermöglichen sollen. So werden intensive Gespräche mit dem Vorstand der Cement and Mining Processing (CMP) AG und internationalen potentiellen Investoren geführt.

Zudem hat bereits eine erste Belegschaftsversammlung stattgefunden. Die Arbeitsentgelte sind zuletzt für den Monat Dezember 2011 an die Mitarbeiter gezahlt worden. Durch das den Arbeitnehmern zustehende Insolvenzgeld sind zunächst die Lohn- und Gehaltszahlungen bis zum Ablauf des Monats März 2012 gesichert.

Nunmehr wird der vorläufige Insolvenzverwalter Kontakt zu den Hauptauftraggebern der Cement and Mining Processing (CMP) AG aufnehmen. Die Auftragslage des Unternehmens ist für das Jahr 2012 vielversprechend.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Flöther ist zuversichtlich, dass die Abarbeitung der Aufträge gemeinsam mit dem Vorstand der Cement and Mining Processing (CMP) AG, Herrn Mohammad Shahsavar, und der überaus motivierten Belegschaft auch gelingt. „Die Insolvenz der Gesellschaft war leider nicht zu vermeiden, jedoch nur ein erster Schritt bei der Restrukturierung des Betriebes“, so Flöther, der große Hoffnung für den Erhalt des Unternehmens hat. „Durch das zügige und kooperative Handeln aller Beteiligten besteht die begründete Hoffnung, die Arbeitsplätze zu erhalten“, so Flöther.

Lucas Flöther ist Partner der Kanzlei Flöther & Wissing Rechtsanwälte, Mitglied im renommierten Gravenbrucher Kreis, Vorstand des Verband Insolvenzverwalter Deutschland e.V. und Vorsitzender des Ausschusses Insolvenzrecht der Bundesrechtsanwaltskammer. Flöther & Wissing Rechtsanwälte ist auf dem Gebiet der Insolvenzverwaltung eine der führenden Kanzleien Deutschlands. Die Anwaltssozietät ist derzeit an neun Standorten in Deutschland tätig und hat bereits eine Vielzahl von Sanierungserfolgen vorzuweisen, so zuletzt bei dem Haushaltsdiscounter Mäc-Geiz und dem Glashersteller Agenda Glas.

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