Putenschlachterei Mutzschen Truthahn:
Insolvenzverwalter prüft Sanierung

| Die Putenschlachterei Mutzschen Truthahn GmbH & Co.KG aus Grimma (Sachsen) hat am 30.11.2015 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht Leipzig Rechtsanwalt Prof. Dr. Lucas F. Flöther, Partner der bundesweit tätigen Kanzlei Flöther & Wissing bestellt.

Flöther führt den Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen fort. „Die Insolvenzanmeldung hat keine Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb“, betonte Flöther. „Die Abnahme und Schlachtung von Mastputen vertraglich gebundener Mäster wird weiterhin sichergestellt.“

Der vorläufige Insolvenzverwalter verschafft sich derzeit unter Mitarbeit von Dr. Hubertus Bartelheimer einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Schlachtbetriebs und dessen Zukunftsaussichten. Bartelheimer ist vor wenigen Tagen zum Sanierungsgeschäftsführer (CRO) der Putenschlachterei bestellt worden und kommt von der auf Sanierung und Restrukturierung spezialisierten Kanzlei Buchalik Brömmekamp. „Nachdem außergerichtliche Sanierungsversuche der Muttergesellschaft gescheitert waren, war die Stellung des Insolvenzantrags erforderlich“, so Sanierungsgeschäftsführer Bartelheimer. Vorrangiges Ziel ist es nun, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und verschiedene Sanierungsoptionen zu prüfen. Dazu haben Flöther und Bartelheimer erste Gespräche mit den wichtigsten Kunden und Gläubigern aufgenommen. Ziel ist die Fortführung des Unternehmens.

Die Löhne und Gehälter der 109 Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Flöther leitet derzeit die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes in die Wege, damit die Löhne ohne Verzögerung ausgezahlt werden können.  

Die Mutzschen Truthahn GmbH & Co.KG mit Sitz in Grimma ist eine Tochter der Heidemark GmbH (Ahlhorn) und ein alteingesessener Schlachtbetrieb, der sich auf die Schlachtung von Puten spezialisiert hat. In 2014 erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 13,7 Mio €.