Systemmöbel Dessau wird fortgeführt

| Der Büromöbelhersteller „Systemmöbel Dessau GmbH“ wird nach der Insolvenzanmeldung fortgeführt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas F. Flöther, Partner der bundesweit tätigen Kanzlei Flöther & Wissing, prüft derzeit die Sanierungsoptionen.

„Die Insolvenzanmeldung hat keinen Einfluss auf den laufenden Betrieb“, betonte Flöther. „Produktion und Verkauf gehen ganz normal weiter.“ Die Löhne und Gehälter der rund 40 Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld gesichert. Derzeit kümmert sich Flöther um die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes, damit die Löhne und Gehälter ohne große Verzögerung ausgezahlt werden können.

Unmittelbar nach der Insolvenzanmeldung haben Flöther und sein Team sich vor Ort ein erstes Bild der Lage gemacht und die Mitarbeiter informiert. Parallel dazu hat Flöther bereits Gespräche mit Kunden und Lieferanten aufgenommen, die bereits ihre Unterstützung signalisiert haben. In den nächsten Tagen und Wochen will der vorläufige Insolvenzverwalter den Geschäftsbetrieb stabilisieren und die Sanierungsoptionen prüfen. In Betracht kommen sowohl eine Übertragung des Geschäftsbetriebs an einen Investor als auch ein Insolvenzplan, d.h. eine Art Vergleich mit den Gläubigern. Welcher Weg erfolgversprechend ist, wird sich erst im Rahmen einer ausführlichen Analyse der Situation in den kommenden Wochen zeigen.

Die Systemmöbel Dessau GmbH wurde 1990 gegründet und stellt am Standort Dessau-Roßlau hochwertige Büroausstattungen her. Seit 2008 produziert das Unternehmen zudem Notebookwagen für IT-Unternehmen. Zu den Kunden des Unternehmens gehören namhafte Unternehmen und Institutionen im ganzen Bundesgebiet.