Nach Insolvenz der AD Steel Forge GmbH nun auch vorläufige Insolvenzverwaltung der weiteren Gesellschaften der AD-Industriepark-Unternehmensgruppe als unvermeidlicher Schritt bei der Sanierung des Gesamtunternehmens

| Nachdem die AD Steel Forge GmbH zum Jahresende die Insolvenz beantragen musste, haben aufgrund eines Haftungsverbundes mit den weiteren Unternehmen im Industriepark im Dessauer Kabelweg auch die Produktionsbereiche Stahlbau, Kranbau und Gießereibetriebe Anträge auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Dies betrifft einerseits die Euro-Guss GmbH, die unter anderem aus Stahlguss, Grau- und Sphäroguss Gehäuse für Schiffsgetriebe, Zahnkränze für die Zementindustrie und Verdichtergehäuse für die Öl- und Gasindustrie herstellt. Die AAWIK-Kranbau GmbH, die ebenfalls Insolvenz anmelden musste, ist ein Stahl- und Anlagenbauunternehmen, das insbesondere Anlagen für die Fördertechnik produziert. Zu dem Haftungsverbund, der die Insolvenz der gesamten Unternehmensgruppe verursachte, gehören aber auch die LOR-Verwaltungsgesellschaft mbH und die K&H Verwaltungsgesellschaft mbH. Der AD Industriepark GmbH, welche ebenfalls einen Insolvenzantrag stellte, obliegt die Verwaltung der Produktionsbetriebe. Für alle Gesellschaften der AD-Industriepark-Gruppe hat das zuständige Amtsgericht Dessau-Roßlau den in Sanierungen erfahrenen Fachanwalt für Insolvenzrecht Dr. Lucas F. Flöther eingesetzt.

Hintergrund der Entscheidung waren Gespräche der Geschäftsführung mit den Gläubigern und das Erfordernis der Restrukturierung der gesamten Unternehmensgruppe. Nur so kann zukünftig wirtschaftlich produziert und der Standort langfristig gesichert werden.

Die gesamte Produktion muss jetzt versuchen, die durch die vorübergehende Stromabschaltung verlorene Zeit schnell wieder aufzuholen. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist zuversichtlich, dass das mit dem neuen Geschäftsführer Manfred Utzig und der überaus motivierten Belegschaft auch gelingt. „Die Insolvenz der weiteren Gesellschaften war leider nicht zu vermeiden, jedoch nur ein Zwischenschritt bei der Restrukturierung der Produktionsbetriebe“, so Flöther, der weiterhin große Hoffnung für den Erhalt des Standortes und der damit verbundenen Arbeitsplätze hat.

Lucas Flöther ist Partner der Kanzlei Flöther & Wissing Rechtsanwälte, Mitglied im renommierten Gravenbrucher Kreis, Vorstand des Verband Insolvenzverwalter Deutschland e.V. und Vorsitzender des Ausschusses Insolvenzrecht der Bundesrechtsanwaltskammer. Flöther & Wissing Rechtsanwälte ist auf dem Gebiet der Insolvenzverwaltung eine der führenden Kanzleien Deutschlands. Die Anwaltssozietät ist derzeit an neun Standorten in Deutschland tätig und hat bereits eine Vielzahl von Sanierungserfolgen vorzuweisen, so zuletzt bei dem Haushaltsdiscounter Mäc-Geiz und dem Glashersteller Agenda Glas.

Dr. Lucas F. Flöther
Rechtsanwalt als vorläufiger Insolvenzverwalter

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