Rechtsstreit mit dem Insolvenzverwalter der Sommer-Gruppe einvernehmlich beigelegt.

| Die Gigaset AG und der Insolvenzverwalter der Sommer Road Cargo Solutions GmbH & Co. KG („Sommer“) haben durch einen heute gerichtlich festgestellten Vergleich ihren seit Januar 2013 laufenden Rechtsstreit einvernehmlich beigelegt.
Der Insolvenzverwalter hatte behauptet, die vormalige ARQUES Industries AG habe als damalige Konzernmutter der Sommer-Gruppe im Jahre 2007 unzulässig ein Darlehen von Sommer  zurückgefordert und damit u.a. gegen die damals geltenden Eigenkapitalerhaltungsregeln verstoßen. Dadurch sei Sommer ein Schaden von mindestens 3 Mio. Euro entstanden, für den die heutige Gigaset zusammen mit dem damaligen Geschäftsführer und Vorstand Dr. Vorderwülbecke gesamtschuldnerisch einstehen müsse. Der Insolvenzverwalter hatte zunächst im Wege der sog. Teilklage einen Betrag von 3 Mio EUR von Gigaset AG verlangt und sich die weitere Erhöhung dieser Summe vorbehalten. Die Gigaset AG hatte die Ansprüche nach Grund und Höhe bestritten.

Durch die heute abgeschlossene Vergleichsvereinbarung verpflichtet sich die Gigaset AG an den Insolvenzverwalter einen Betrag von 800.000 € zu bezahlen. Die Zahlung ist in mehreren Raten bis zum 31.01.2014 fällig.

Mit der Erfüllung der in der Vergleichsvereinbarung festgelegten Zahlungspflichten sind alle verfahrensgegenständlichen Ansprüche gegen die Gigaset AG abgegolten und erledigt.

Die Sommer Road Cargo Solutions GmbH & Co. KG war von Oktober 2005 bis März 2009 ein Beteiligungsunternehmen der ARQUES Industries AG. Am 31.12.2009 wurde ein Insolvenzverfahren gegen Sommer eröffnet. Die ARQUES Industries AG firmiert nach Änderung ihres Geschäftsmodells im Jahre 2010 unter den Namen Gigaset AG.